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Durch Westgrönland auf dem Arctic Circle Trail //// 170km 9+1 Tage

Durch Westgrönland auf dem Arctic Circle Trail //// 170km 9+1 Tage

Der Arctic Circle Trail Wenn man sich Grönland vorstellt, so denkt man an weiße Wüste und Eisbären, vielleicht noch an Schneehasen. All dies hat Grönland natürlich zu bieten, doch an der Westküste gibt es viel Grün, das im Sommer durchaus so wohnlich sein kann, dass […]

Auf der Saale Jena-Naumburg // 54km 2 Tage

Auf der Saale Jena-Naumburg // 54km 2 Tage

Wehre, Wehre, Wehre – Aufbruch in Jena Am Himmelfahrtswochenende beschloss ich, mit einem guten Freund die Saale mit dem Kajak unsicher zu machen. Bis jetzt kenne ich nur die ruhigen Gewässer hier oben im Norden und die Saale sollte ein wenig wilder sein. Man kommt […]

Italien: Geisterdorf Romagnano al Monte

Italien: Geisterdorf Romagnano al Monte

Hinauf in die Berge

Tief im Süden Italiens in der Nähe von Salerno liegt eine von einem Erbeben verheerte Stadt. Direkt in den Bergen, an steilen Berghängen erbaut, ist sie 1980 verlassen worden. Die Bewohner wurden umgesiedelt. Man beschloss, die Stadt aufzugeben.

Im heißen Sommer 2017 sind wir bei unserem Italienurlaub hierhin gekommen, um die Stadt zu sehen. Es zeigt sich eine jahrhunderte alte Stadt, vom Verfall gezeichnet. Die Siedlungsstruktur zeigt eine typische, schwer zu erreichende (teilweise nur über Straßen mit 25% Steigung) italienische Stadt mit uralten Häusern, die teilweise einfach in den Fels gebaut sind. Die Wohnzimmer hatten den Berg als Wand.

Bei 35° Hitze erreichen wir die Stadt über eine zugewachsene Straße. Sie liegt direkt vor uns. Seht her, welches Bild sich uns bot:

Blick aus dem imposantesten Gebäude des Dorfes – Der alten Schule
Die Aula der Dorfschule
Ein Wohnhaus ohne Stockwerke – Diese waren vom Erdbeben zerstört worden
Die Kirche des Ortes wurde einmal eingerüstet. Bis jetzt ist noch nichts passiert.
Die Kirche von Romagnano al Monte
Alle Gebäude waren in Stein gehauen, an den Berg geschmiegt. Es ergaben sich interessante Formen wie dieser Halbreis im Keller eines Gebäudes ohne Stockwerke
Jedes Haus besitzt natürlich einen Pizzaofen
Das Farbenspiel der 80er
Ein Klassenraum
Der Blick auf die Berge
Ein Gang der Schola
Eingebettet liegt der Ort am Berghang. Niemand wohnt hier mehr
Ein bekanntes Gesicht vor einem Haus am Markt
Auch ein Bad gab es noch zu bestaunen – gehalten im Stil der 80er
Zugewachsen
Zugewachsene Straße
Berlin-Usedom-Radweg // 330 Kilometer // 3-4 Tage

Berlin-Usedom-Radweg // 330 Kilometer // 3-4 Tage

Usedom wird auch die “Badewanne Berlins” gennant. Mit dem Auto oder dem Zug ist man von Berlin aus in knapp 3 Stunden auf der Insel. Oder man nimmt sich etwas mehr Zeit und setzt sich aufs Rad. Seit 2006 gibt es den Radfernweg Berlin-Usedom, der […]

Biber Ferienhof in der Mecklenburgischen Seenplatte

Biber Ferienhof in der Mecklenburgischen Seenplatte

Platz! Das ist es, was uns jedes Jahr wieder zum Biberhof zieht. Im Vergleich zu anderen Campingplätzen in der Region ist der Biberhof gigantisch groß und bietet mit seinen riesigen Wiesen, die direkt an den Peetsch- und den Labussee grenzen, die perfekten Stellmöglichkeiten für Zelte, […]

Auf dem Bodden der Tatsachen – 10 Tage wwoofen an der Ostsee

Auf dem Bodden der Tatsachen – 10 Tage wwoofen an der Ostsee

In Velgast steige ich mit meinem Rennrad – eine Station zu spät – aus dem Intercity. Die Strecke bis zum Bauernhof in Saal, wo ich 10 Tage lang gegen Kost und Logis mitarbeiten werde, ist von hier aus doppelt so lang wie von Ribnitz-Damgarten. Aber der Weg übers Land und die reine Boddenluft, mit der sich mein Berliner Staubsaugerbeutel, vormals Lunge, nun füllt, entschädigen für den Umweg.

Eine Stunde später, zur Mittagszeit, erreiche ich Hof Walden in der Saaler Bauernreihe. Am Ende einer Sackgasse. Vorne Feld, hinten Wald. Auf der Straße schläft der Länge nach ausgestreckt ein Hund. Vor ein paar Wochen habe ich den Hof über WWOOF gefunden. WWOOF ist ein weltweites Netzwerks für Bio-Landwirte und freiwillige Helfer: World-Wide Opportunities on Organic Farms. Der Hof ist nach Henry David Thoreaus “Walden – or a life in the woods” benannt, in dem er seine Version von einem “simple life” beschreibt. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich Thoreau eine Hütte in der nordamerikanischen Wildnis gebaut, um für zwei Jahre ein Aussteigerleben zu führen. Off-the-grid würde man heute dazu sagen. Auf dem Hof Walden in Saal gibt es zum Glück fließendes warmes Wasser und W-Lan.

Chris und Gregor, beide Ende 40, haben den Hof vor einigen Jahren gegründet und bauen ihn Stück für Stück weiter auf. Die beiden haben sich in Berlin kennengelernt und leben hier mit ihren vier Kindern Alwin, Ruppert, Merle und Edgar. Dazu kommen noch etwa 200 Gänse, 200 Hühner, 12 Schafe, Katzen und die blonde Mischa – Hofhund, Fuchsmelder und Straßensperre in einem. Wwoofer arbeiten hier das ganze Jahr. Manche bleiben nur ein paar Tage, manche mehrere Monate. Geschlafen wird im Haus oder im Bauwagen im Garten. Am Anfang bin ich die einzige Wwooferin, ein paar Tage später kommt noch Kathrin mit ihren beiden kleinen Kindern dazu.

Ich packe gleich im Gemüsegarten mit an. Entwurzele büschelweise Franzosenkraut, das sich zwischen Bohnen, Zwiebeln und Roter Beete breit macht. Zwischen den Möhren stehen riesige Radieschen, die als Reihenanzeiger ausgesät wurden und nun dem anderen Wurzelgemüse weichen müssen. Als ich versuche die pieksenden Radieschen vor einem Ende auf dem Misthaufen zu bewahren, bekomme ich auf dem Bio-Hof meine erste Erkenntnis serviert: In der Natur gibt es keine Verschwendung. Ob du nun Apfelkuchen aus den Äpfeln machst oder sie auf den Boden fallen, zu Wurmfutter werden und dann zu Humus. Alles Biomasse, sagt Gregor. Ich werde daran denken, wenn ich demnächst wieder mit dem Rennrad an den vielen wilden Pflaumen- und Birnenbäumen im Fläming vorbeikomme und am liebsten alles abernten würde .

Beim Abendbrot, zu dem mit einem Jagdhorn gerufen wird, lerne ich die ganze Familie kenne.

In den nächsten Tagen besteht mein Beitrag auf dem Hof vor allem im Unkraut jäten, Hühner und Gänse füttern, Eier sammeln und Essen kochen. Ich helfe beim Schafscheren, stecke Zäune, klebe mehrere Hundert Etiketten auf Eierkartons. 6 Stunden am Tag soll gearbeitet werden, der Rest der Zeit ist frei. Bis auf drei verregnete Tage habe ich Glück mit dem Wetter. Ich verbringe mit Kathrin einen Nachmittag in Wustrow auf dem Darss oder streife mit Mischa durch die Gegend. Zwischendrin ergeben sich immer wieder gute Gespräche mit Gregor und Chris.

Die 10 Tage ziehen so schnell vorüber wie die schweren Wolkentürme über den Feldern. Als der Tag der Abreise kommt, fühle ich mich völlig erholt. Knie und Muskeln tun von der ungewohnten Arbeit weh, aber das macht mir nichts aus. Mein Kopf ist dafür so schön leer. Es fühlt sich an, als hätte das kurze Landleben wieder Platz geschaffen für Neues. Ich habe mich sehr wohlgefühlt auf Hof Walden und werde auf jeden Fall wiederkommen. Spätestens zum Gänsemarkt am St. Martinstag.

 

 

 

Uckermärker Landrunde: Boitzenburg – Prenzlau // 25 km

Uckermärker Landrunde: Boitzenburg – Prenzlau // 25 km

Mit den 37 Kilometern vom Vortag in den Füßen, wandern wir am Sonntag schleppenden Schrittes weiter nach Prenzlau. Der erste Teil des Weges führt durch Alleen und Wälder und ist ziemlich schön. Danach kommen wir für meinen Geschmack durch zu viele Orte und man hört […]

Uckermärker Landrunde: Templin – Boitzenburg// Etappe 3 // 37 km

Uckermärker Landrunde: Templin – Boitzenburg// Etappe 3 // 37 km

Am 1.Mai-Wochenende kehren wir nach Templin zurück und knöpfen uns die nächsten Etappen der Uckermärker Landrunde vor: zuerst 37 km nach Boitzenburg, übernachten im Schloss und dann 25 km weiter nach Prenzlau. Als wir losgehen, ist es mal wieder saukalt und es dauert natürlich nicht […]

Uckermärker Landrunde: Ringenwalde – Templin // Etappe 2 // 24 km

Uckermärker Landrunde: Ringenwalde – Templin // Etappe 2 // 24 km

Nach einem lustigen Abend im gut gefüllten Restaurant des Gasthof zum grünen Baum, setzen wir am Ostersonntag unsere Wanderung fort. Wir gehen die Dorfstraße entlang und überqueren die Bahngleise. Der Weg führt über eine große Wiese in den Wald. Es regnet, es ist kalt und wir sind die einzigen, die jetzt durchs Land streifen.

Ringenwalde

Ein Feldsteinbruch und ein vergessenes Dorf

Nicht weit von Ringenwalde kommen wir mitten im Wald an einem alten Steinbruch vorbei. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die “Feldsteinpackung” zugunsten ergiebigerer Gebiete am Werbellinsee aufgegeben. Überall liegen Steine herum. Auch die mehr als 100 Meter lange Bruchkante ist unter dem Laub noch zu erahnen. Wir wandern weiter und kommen in den winzigen Ort Libbesicke – eine Lichtung im Wald mit nicht mehr als 6 Häusern. Davon die meisten private Ferienhäuser. Ein Auto parkt auf der Wiese am Dorfeingang. Ein älter Mann, der eben noch etwas vor seinem Grundstück zu tun hatte, verschwindet schnell wieder hinter dem hohen, blickdichten Zaun. Wie hat Daniel es so treffend gesagt: Wenn noch mal die Pest in Deutschland ausbrechen sollte, bist du in Libbesicke sicher. Ein vergessener Ort.

Am Libbesickesee entlang nach Ahlimbsmühle

Ganz in der Nähe liegt der Libbesicke See. Wir verlassen den Wanderweg für ein Stück, um am Seeufer weiterzugehen. So wenig ausgetreten wie der Uferweg ist, scheinen auch im Sommer kaum Leute hier zu sein. Dabei ist es ein herrlicher See zum baden. Wir gehen weiter in Richtung Lübelowsee. Kurz vor Ahlimbsmühle steigt der Weg an und durch den Kiefernwald sehen wir eine riesige Wüstenlandschaft. Trotz des heftigen Regengusses wollen wir wissen, was man hier mit einem so hohen Elekrozaun gesichert hat. Wir zweigen ab und gehen am Zaun entlang, bis wir eine Infotafel sehen. Aha, nur eine Sandgrube, die renaturiert wird. Ein Schwanenpaar ist hier schon heimisch geworden und zieht aufgeregt Kreise um sein Nest. Wir überqueren die Hauptstraße in Ahlimbsmühle und sind gleich wieder raus aus dem Ort.

Libbesicke See
Naturschutzgebiet

Schöner Wohnen am Lübbesee

Die letzte Etappe des Weges führt uns durch einige Siedlungen – Großer Eichwerder, Kleiner Eichwerder, Petersdorfer Siedlung – alle direkt am Lübesee oder nicht weit davon entfernt. Der Lübbesee hat eine sehr gute Wasserqualität. Wahrscheinlich auch, weil er nur von Booten mit Elektromotor befahren werden darf. Wir kommen an wunderschönen Häusern vorbei, von alten Seevillen bis zu Ferienhäusern im Bauhaustil ist alles dabei. Die Stege sind fast alle privat und abgesperrt, doch ab und zu kann man auch ganz offiziell ans Wasser. Nach einer sehr langen Strecke am Ufer entlang, führt der Weg in ein Waldstück. Menschen mit Hunden kommen uns entgegen, ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir schon fast in der Stadt sind. In Templin verlassen wir die Uckermärker Landrunde voerst – durchgefroren, aber glücklich – und freuen uns auf wärmeres Wetter für die nächsten Etappen.

Lübbesee
Lübbesee
Lübbesee

 

Rennradtour Oder-Neiße Radweg // 200 km

Rennradtour Oder-Neiße Radweg // 200 km

Morgens um 6:30 breche ich vom Bahnhof Friedrichstraße auf nach Frankfurt mit dem Zug. Eine Stunde kann ich mir Ruhe gönnen, bis die Strecke, die ungefähr 200km des Oder-Neiße Radweg umfasst, beginnt. An diesem Tag bin ich allein unterwegs und will nach Görlitz. Das Wetter […]